PRESSE
Ministerium zu AOK-Krediten: Rechtlich einwandfrei
Im R.SH-Report vom 16.01.2004 wurde um 13:55 Uhr gemeldet:
'Die AOK Schleswig-Holstein ist wegen Billig-Krediten für ihren Vorstandschef Peter Buschmann in die Kritik geraten. Eine viertel Million Euro wurde zu zinsgünstigen Bedingungen bewilligt. Rechtlich einwandfrei, so Ministerium und Wirtschaftsprüfer. Von der Außenwirkung allerdings fragwürdig. Der stellvertretende Staatssekretär Andreas Fleck vermutet indes einen künstlichen Skandal.
Andreas Fleck: "Es gibt allerdings aufgrund der Personalquerelen in der AOK ganz offensichtlich auch ein gewisses Interesse an der Stelle, dieses negativ zu thematisieren. Ich will mal nur ankündigen, dass ich am Montag, wenn ich mit den beiden Vorsitzenden der Vertreterversammlung spreche, natürlich auch über die hygienische und optische Wirkung dieses Vorganges mit ihnen beraten werde."'
- Der entlassene AOK-Vorstand Warsitzki schnitt interne Gespräche mit: "Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) fand heraus, dass der ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Schleswig-Holstein, Bernhard Warsitzki, interne Gespräche seiner Körperschaft über Monate hinweg illegal aufgezeichnet hat. Nach den bisherigen Erkenntnissen fanden sie 17 Tonbandaufzeichnungen bei ihm, die im Zeitraum vom 5. August 2003 bis zum 27. Oktober 2003 gemacht worden sein müssen. Die Liste der Gespräche und deren Inhalte erscheinen brisant. Warsitzkis „Vorstandsgespräche“ und Vorstandssitzungen mit seinem damaligen Vorstandsvorsitzenden Peter Buschmann wurden ebenso mitgeschnitten wie „Verwaltungskostenworkshops“ mit Vertretern der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG). Sogar bei einer Mittagspause am 30. September 2003 lief das Band mit. Sie dokumentiert sogar die Speisen beider Vorstände. Buschmann verzehrte Scholle mit Kartoffelsalat, Warsitzki begnügte sich mit einer Currywurst. Final dokumentierte Warsitzki, laut LKA, seine Anhörung vor dem AOK-Vorstandsausschuss für Vorstandsangelegenheiten am 27. Oktober 2003."
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Die Staatsanwaltschaft Kiel hat jetzt Anklage gegen Warsitzki erhoben (Quelle SHZ-Verlag 21.01.2010).